Peter Jakob Klein

Das neue Jahr 2022 war erst ein paar Tage alt, als uns eine traurige Nachricht erreichte, die in uns Unverständnis, Wut und große Traurigkeit auslöste.

Peter Jakob Klein, ein bewundernswerter Mensch, liebevoller Ehemann und geliebter Familienvater wurde im Alter von 73 Jahren (01.10.1948 – 29.01.2022) viel zu früh, zu Grabe getragen.

In der Western-Szene als “Marshdillion” bestens bekannt, war er nicht nur ein sehr belesener und fachkundiger Hobbyist, sondern auch ein guter Freund.

Das Westernhobby war sein Leben

Bereits mit 13 Jahren hat Peter seine “Liebe zu Amerika” und dem “Wilden Westen” entdeckt. Schon zu jener Zeit stellte er Kontakte zu “Sheriffs” aus Texas, Arizona, Wyoming und Utah her. Diese bedankten sich mit der Zusendung originaler Polizeiabzeichen. Damit war der Grundstein für sein Interesse und seiner Faszination am Thema “The Real Old West” gelegt. In den 70er Jahren begann er dann die USA zu bereisen und lernte dort unzählige interessante Menschen kennen. Unter ihnen waren weltbekannte “Leather Maker”, Protagonisten der “Living History” und Western-Hobby-Szene und natürlich echte “Cowboys”, um nur einige zu nennen.

Den Kontakt zu seinen Freunden hat er bis zuletzt aufrecht erhalten.

Journalist mit Leib und Seele

Peter war als Journalist für den WDR tätig und hat dort u.a. über seine Reisen in die USA in den 80er, 90er und 2000er Jahren geschrieben. Er verfasste viele authentische Berichte für die Western Szene, so z.B. zum Thema “Geronimos Gunrig” – “Frei geboren” in der Zeitschrift “Visier”, Ausgabe 9/2012! Bereits zu dieser Zeit, hatten wir als Two Rivers Privity die Ehre mit Peter zusammenzuarbeiten und lieferten u.a. Fotos für diesen Artikel.

Viele Jahre war Peter auch der nachgebauten Westernstadt “Fort Lubbock” zugehörig. Die Entstehung der Stadt dokumentierte er regelmäßig im Kölner Stadtanzeiger und betrieb dort natürlich auch aktiv “Living History”.

Verabschiedung eines guten Freundes

Wir verlieren mit Peter einen echten Authentiker mit unschätzbarem Wissen und einer Liebe zum Hobby, wie sie heutzutage nur noch wenige teilen. Mit viel Freude und Enthusiasmus, schrieb er zuletzt hier im Beaver Creek Pioneer einige Berichte und erwies unserer Interessengemeinschaft damit einen großen Dienst. In seinem Artikel “Let’s Talk About Hats – Das Heiligtum der Kuhhirten”, schrieb er über den Cowboyhut und welche essenzielle Rolle die Kopfbedeckung für die damaligen Kuhhirten darstellte und noch heute darstellt.

Er war voller Tatendrang und hatte noch viele Ideen, die er mit uns zusammen umsetzen wollte. Auch ein Besuch unseres schönen Beaver Creek Valley war seinerseits wieder geplant, da seine letzte Reise zu uns schon länger zurück lag. Wir freuten uns daher sehr auf ein Wiedersehen mit Peter.

Dass Peter von uns ging, diese Endgültigkeit mit der wir nun leben müssen, berührt uns sehr, macht uns unsagbar traurig und tut uns aufrichtig leid.

Vor seiner Operation arbeitete Peter an einem weiteren Bericht für den Beaver Creek Pioneer. In “Let’s Talk About Hats – Volume 2” wird es um die Restauration eines alten “Movie-Town” Hutes gehen. Wir danken an dieser Stelle Frau Klein, dass sie der Veröffentlichung von Peters letztem Artikel zugestimmt hat. Wir möchten hiermit sein Werk in Ehren halten und glauben fest daran, dass das auch in seinem Interesse gewesen wäre.

Es ist für uns nicht leicht die richtigen Worte zu finden. Wir tragen Peter weiter in unseren Herzen und möchten ihm hier einen festen Platz geben – unter Gleichgesinnten und Freunden.

Rest in Peace alter Freund. Wir behalten dich immer in Erinnerung!

In tiefer Verbundenheit

Werner Schmidt alias Chet McCay

Regine Meith alias Gill McCay

Sebastian Schmidt alias Colton White

Wolfgang Oidtmann